Foscarini Mon, 22 Dec 2025 10:21:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 Die Figuren, die im Dunkeln leben, und die Wärme des Lichts in den animierten Geschichten von Brian Rea https://www.foscarini.com/de/brian-rea-what-s-in-a-lamp/ Fri, 19 Dec 2025 17:59:36 +0000 https://www.foscarini.com/die-figuren-die-im-dunkeln-leben-und-die-waerme-des-lichts-in-den-animierten-geschichten-von-brian-rea/ The post Die Figuren, die im Dunkeln leben, und die Wärme des Lichts in den animierten Geschichten von Brian Rea appeared first on Foscarini.

]]>

Illustrator, Animator und Storyteller Brian Rea betritt die Welt von What’s in a lamp? und verwandelt die Lampen von Foscarini in lebendige, intime und stille Präsenzen. Ein Projekt, in dem Licht und Figuren in einen Dialog treten – geprägt von Feinfühligkeit, Überraschung und Vorstellungskraft.

Entdecke das gesamte Projekt What’s in a lamp?

Brian Rea, Illustrator und Animator, erzählt seit vielen Jahren leise, alltägliche Geschichten in einer reduzierten Bildsprache, die dennoch eine starke emotionale Wirkung entfaltet. Sein visueller Ansatz bewegt sich selbstverständlich zwischen Illustration, Animation und Storytelling und hält dabei stets die Balance zwischen formaler Einfachheit und erzählerischer Tiefe. Er lebt in Schweden – einem Ort, an dem Licht und seine Abwesenheit, besonders während der langen Wintermonate, eine starke kulturelle und emotionale Bedeutung haben.

Genau von hier aus nimmt sein Beitrag zu What’s in a lamp? Gestalt an: dem redaktionellen Projekt von Foscarini, das internationale Künstlerinnen und Künstler dazu einlädt, die Lampen der Marke aus ihrer eigenen Perspektive neu zu interpretieren. Brian Rea beginnt mit einer ebenso einfachen wie kraftvollen Frage: Was wäre, wenn die Wesen, die im Dunkeln leben, neugierig auf das Licht wären? Wie würden sie aussehen? Wie würden sie reagieren, wenn plötzlich eine Lampe angeht? Und welche Art von Beziehung würde zwischen ihnen entstehen?

Aus diesen Fragen entsteht eine Serie kurzer animierter Geschichten, gewidmet sechs Foscarini-Lampen – Binic, Madre, Sunlight of Love, Spokes, Fleur und Eolie – bevölkert von schüchternen, neugierigen und verspielten Figuren. Die Lampen werden zu Begleitern und Gesprächspartnern: zu Präsenzen, die beobachten, aufnehmen, zuhören und die Fantasie anregen. Es gibt kein Spektakel, keinen Lärm – alles entfaltet sich in Details, in schwebenden Momenten, in feinen Bewegungen.

„Als Kind hatte ich große Angst vor der Dunkelheit. Ein Licht einzuschalten war eine enorme Erleichterung: Es ließ die Monster verschwinden und beruhigte meine Fantasie. Ich glaube, diese Ängste haben später die Art beeinflusst, wie ich heute Geschichten erzähle.“

Brian Rea
/ Künstler

In einer Welt, die oft laut ist, um Aufmerksamkeit zu erlangen, wählt Brian Rea den entgegengesetzten Weg: den der Zurückhaltung – in perfekter Harmonie mit dem Charakter der Foscarini-Lampen. Ein Licht, das nicht überwältigt, sondern begleitet. Eine Einladung, langsamer zu werden und zu beobachten, was in uns und um uns herum geschieht, wenn ein Raum zu leuchten beginnt.

Du bewegst dich mit großer Selbstverständlichkeit zwischen Illustration, Animation und Storytelling. Wie würdest du deinen Stil in wenigen Worten beschreiben?

Zurückhaltend, aber hoffentlich emotional – mit einem besonderen Fokus auf die stillen Momente.

Deine Figuren sind fragil, humorvoll, emotional und zutiefst menschlich. Was hat dich zu dieser Intimität hingezogen – und nicht zu großen Erzählungen oder heroischen Protagonisten?

Ich war schon immer ein sehr emotionaler Mensch (ich liebe es, bei Filmen zu weinen), aber es hat lange gedauert, bis ich erkannt habe, dass dies auch die Art von Bildern ist, die ich selbst schaffen möchte. Seit mittlerweile 15 Jahren illustriere ich die Kolumne Modern Love. Durch die wöchentliche Lektüre – über Leben, Liebe und Beziehungen in all ihren Formen – habe ich ein feineres Gespür dafür entwickelt, wie man Gefühle visuell erzählt und beim Betrachter eine emotionale Reaktion auslöst.

Welche kulturellen oder künstlerischen Einflüsse haben dich während deiner Ausbildung und Karriere besonders geprägt?

Es gab viele Einflüsse in unterschiedlichen Phasen, aber eine konstante Inspirationsquelle waren für mich immer Ben Shahn und Saul Steinberg. Auch Filmemacher wie Roy Andersson und Jacques Tati haben mich stark beeinflusst – vor allem in Bezug auf Rhythmus und die Freude, den Schmerz und den Humor, die in der Stille und in der menschlichen Existenz liegen.

Kannst du uns durch deinen kreativen Prozess führen – von der ersten Idee bis zur fertigen Illustration oder Animation?

Am Anfang steht immer das Schreiben, noch vor dem Zeichnen – ich mache viele Listen. Aus diesen entstehen Skizzen. Ich zeichne alles von Hand, verwende aber manchmal Photoshop, um Farben zu verfeinern oder kleine Anpassungen vorzunehmen. Für diese Zusammenarbeit habe ich sechs Lampen ausgewählt, die visuell etwas Ungewöhnliches oder Spielerisches hatten. Für jede habe ich eine kleine Geschichte entwickelt, mit einer zentralen Figur, die einen Aspekt der jeweiligen Lampe hervorhebt. Anschließend habe ich mit dem großartigen Animator Bruno Persico zusammengearbeitet, der diese Geschichten zum Leben erweckt hat.

In deinen Arbeiten verbindest du Zartheit mit einem leisen, subtilen Humor. Wie ist dieser Blick auf die Welt entstanden?

Ich bin in einer großen, lauten Familie voller wunderbarer Geschichtenerzähler aufgewachsen. Aber ich war zu schüchtern, um Geschichten mit Worten zu erzählen – also habe ich zugehört. Irgendwann habe ich verstanden, dass ich meine kleinen Momente viel besser mit Bildern teilen kann – meist in einzelnen Panels oder kurzen Animationen. So habe ich meinen eigenen Weg gefunden, mich mit der Welt zu verbinden.

Du hast gesagt, dass manche Geschichten fast fertig „ankommen“, während andere sich langsam entfalten. Woran erkennst du, dass eine Geschichte abgeschlossen ist?

Wenn ich den Kampf nicht mehr sehe – wenn die Zeichnung oder Animation mühelos und fließend wirkt und das Timing stimmt. Vielleicht lächle ich, wenn ich sie anschaue – das ist oft ein gutes Zeichen.

In dieser Serie für Foscarini wirken die Lampen wie lebendige Wesen: Sie begleiten, hören zu, trösten und regen die Fantasie an. Wie hast du diese Beziehung zwischen Licht und Figur entwickelt?

Ich habe viel über meine eigene, komplexe Beziehung zum Licht nachgedacht. Als Kind hatte ich große Angst vor der Dunkelheit, und ein Licht einzuschalten war immer eine enorme Erleichterung. Heute lebe ich in Schweden, wo es im Winter lange dunkel ist, und ich höre meine Kinder ähnliche Ängste äußern. Aber was wäre, wenn die Wesen im Dunkeln selbst neugierig auf das Licht wären? Wie würden sie aussehen? Wie würden sie auf diese Lampen reagieren? Diese Serie versucht, genau dieses Gefühl von Überraschung, Freude und Verbundenheit auszudrücken, das viele von uns empfinden, wenn das warme Licht einer Lampe angeht.

Gab es eine bestimmte Lampe oder ein Video, das dich besonders überrascht hat oder eine Persönlichkeit gezeigt hat, die du nicht erwartet hattest?

Die Binic-Lampe war mir persönlich am nächsten – darin sehe ich meine Kinder, wie sie spielerisch dasitzen und beobachten. Aber ich liebe auch das Sonnenlicht, besonders hier im Winter, deshalb war Sunlight of Love besonders schön umzusetzen. Meine Kinder wiederum liebten die Animation der Eolie-Lampe – wahrscheinlich, weil die Figur darin etwas tut, was sie eigentlich nicht tun sollte.

Ein besonderer Aspekt dieser Serie ist, dass nichts laut oder spektakulär ist. Die Emotionen liegen in kleinen Gesten, Pausen und Blicken. Was hast du durch diese intime Dimension entdeckt?

Ich glaube sehr an die stille Kraft kleiner Momente. Die Welt kann sehr laut und überwältigend sein – alles schreit nach Aufmerksamkeit. Diese Lampen tun das nicht, und genau das macht sie besonders. Es war wichtig, dass die Animationen denselben Ton treffen wie die Lampen selbst.

Haben sich einige Geschichten im Laufe des Prozesses unerwartet verändert?

Eigentlich nicht. Wir haben alles ziemlich klar skizziert. Die Zusammenarbeit mit Bruno Persico war großartig, ebenso wie die mit Valeria und ihrem Team bei Foscarini. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und den kreativen Freiraum, den sie uns gegeben haben.

Welches Video aus der Serie ist dein persönlicher Favorit – und warum?

Wie schon erwähnt, Sunlight of Love. Allein der Name bringt mich zum Lächeln, ebenso wie die wunderbare Animation, die Bruno dafür geschaffen hat.

Zum Abschluss: Was bedeutet Kreativität für dich?

Etwas zu finden, das man mehr liebt als alles andere, und es jeden Tag kompromisslos zu seiner Lebensaufgabe zu machen.

Entdecke die komplette Serie auf dem Instagram-Kanal @foscarinilamps und erkunde alle Arbeiten aus dem Projekt What’s in a lamp?, in dem internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden, Licht und Foscarini-Lampen neu zu interpretieren.

Besuche @foscarinilamps auf Instagram

The post Die Figuren, die im Dunkeln leben, und die Wärme des Lichts in den animierten Geschichten von Brian Rea appeared first on Foscarini.

]]>
Die Imagination fotografisch festhalten https://www.foscarini.com/de/fotografare-limmaginazione/ Thu, 04 Dec 2025 14:53:36 +0000 https://www.foscarini.com/fotografare-limmaginazione/ The post Die Imagination fotografisch festhalten appeared first on Foscarini.

]]>

Künstliche Intelligenz und menschliche Sensibilität vereinen sich in Massimo Gardones Projekt für Foscarini: eine visuelle Erzählung, die die Feinfühligkeit eines Künstlers mit der schöpferischen Kraft der künstlichen Intelligenz verbindet und eine neue Art des Licht-Erzählens eröffnet.

Stets auf der Suche nach originellen und neuen Ausdrucksformen, die sich nicht nur auf das Produkt selbst, sondern auch auf seine Erzählung beziehen, erkundet Foscarini gemeinsam mit Massimo Gardone, Fotograf und langjähriger Wegbegleiter der Marke, einen neuen visuellen Horizont. Ein Projekt, das die Potenziale der künstlichen Intelligenz als Ausdrucksmittel untersucht – stets jedoch geleitet von einer menschlichen Hand, sensibel und bewusst. Eine Erzählung, in der Technologie als Werkzeug dient, das den menschlichen Blick verstärkt, und in der die mit KI erzeugten Räume Lampen aufnehmen, die in der Realität fotografiert wurden.

Die Forschung, die Foscarini gemeinsam mit Gardone und seinem Studio Azimut entwickelte, verfolgte ein Ziel, das so einfach wie ambitioniert war: dem Computer beizubringen, „zu sehen“ wie der Fotograf, und jenen schwebenden, filigranen Blick wiederzugeben, der Gardones Arbeit seit Jahren prägt – insbesondere in seiner Auseinandersetzung mit Blumen, seinen bevorzugten Motiven, neben dem Meer, in seinen persönlichen Erkundungen. Tausende von Blumenbildern durchfluteten den digitalen Speicher der Maschine in einem langen, methodischen Prozess, bei dem jede Nuance, jedes Detail eines Blütenblatts, jede Farbvibration aufgenommen und neu codiert wurde.

Mit diesem neuen fotografischen Projekt wurde dieselbe Sensibilität auf die Räume übertragen – eine faszinierende Verschiebung der Maßstäbe vom Kleinen zum Großen, vom Natürlichen zum Imaginierten, vom zarten, natürlichen Detail der Blume hin zur Schaffung häuslicher Landschaften, die die Foscarini-Lampen aufnehmen. Fester Bestandteil dieses Ansatzes sind die Foscarini-Leuchten selbst, die real bleiben, fotografiert, um ihre Authentizität zu bewahren und Räume zu bevölkern, die sich an der Grenze zwischen Realität und Suggestion bewegen. Das Ergebnis ist keine Nachbildung der Wirklichkeit, sondern ein Akt poetischer Übersetzung.

„Meine visuelle Recherche entsteht stets aus Neugier und dem Wunsch, mich inspirieren zu lassen. Ich habe gelernt, mich zwischen Analogem und Digitalem zu bewegen, als befände ich mich in einem kontinuierlichen Dialog; zwei unterschiedliche Sprachen, die sich berühren und ergänzen und jedes Mal neue Möglichkeiten eröffnen.“

Massimo Gardone
/ Fotograf

Technologische Experimente sind ein gemeinsames Terrain von Gardone und Foscarini: Für beide ist Technologie kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Ideen Gestalt zu verleihen. In Gardones Arbeit äußert sich dieser Ansatz in einem Dialog zwischen analoger Geste und digitalem Potenzial, bei dem die künstliche Intelligenz geführt, angeleitet und kalibriert wird, um den menschlichen Blick zu verstärken – nicht zu ersetzen. Der Fotograf bringt Sensibilität und Intuition in den technologischen Prozess ein und liefert so eine völlig neue Erzählung des Foscarini-Lichts: ein Gleichgewicht zwischen Materie und Imagination, Realität und Vision.

„Mit meinem Blick habe ich Epochen und Technologien durchquert: Die ersten Experimente waren mit der großformatigen Polaroid 20×25, einem Film, der die Unfassbarkeit der Blumen einfing; mit der digitalen Fotografie wollte ich oft das Gegenteil erreichen: Ich wollte in die Materialität der Blumenwelt eintauchen, eingebettet in eine evokative, schwebende Welt. Technologie hat mich schon immer fasziniert. Ich begann mit einem Amiga 1000 von Commodore: Stundenlang spielte ich mit dem Licht der Kathodenröhre, legte fotografische Filme auf den Bildschirm und fotografierte sie mit der Polaroid erneut, wobei ich die Farben des Monitors veränderte. Gesten, die heute prähistorisch erscheinen, und die mich an Wim Wenders denken lassen, der in „Bis ans Ende der Welt“ ein Gerät vorstellt, das Träume aus der Gehirnaktivität einfängt und in Bilder verwandelt. Diese Vision war den heutigen Forschungen zur KI um Jahrzehnte voraus.“

Massimo Gardone
/ Fotograf

„Bei Foscarini ist Experimentieren niemals Selbstzweck, sondern ein Weg, neue Horizonte zu eröffnen. Mit diesem Projekt haben wir gemeinsam mit Massimo Gardone die Potenziale der KI als Werkzeug für Kreativität und Erzählung erkundet, ohne dabei je auf die menschliche Sensibilität zu verzichten, die Teil unserer Identität ist. Ein Ansatz, der uns neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet und es uns erlaubt, mit unserem Publikum auf stets originelle und unverwechselbare Weise in Dialog zu treten.“

Carlo Urbinati
/Gründer und Präsident von Foscarini

Ein neues Kapitel in Foscarinis Bestreben nach Experimentierfreude und der Erkundung von Werkzeugen und Ausdrucksformen, die neue Möglichkeiten schaffen. Eine neue Art, die Markenidentität zu unterstreichen, die im Licht, aber auch im Denken und in der visuellen Kultur lebt.

The post Die Imagination fotografisch festhalten appeared first on Foscarini.

]]>
Dialoge des Lichts – Jorge Arévalo illustriert die Beziehung zwischen dem Licht und denen, die ihm Form geben https://www.foscarini.com/de/arevalo-foscarini/ Thu, 30 Oct 2025 16:21:15 +0000 https://www.foscarini.com/arevalo-foscarini/ The post Dialoge des Lichts – Jorge Arévalo illustriert die Beziehung zwischen dem Licht und denen, die ihm Form geben appeared first on Foscarini.

]]>

Für What’s in a Lamp? porträtiert der spanische Illustrator und Art Director Jorge Arévalo die Lampen und Designer von Foscarini mit seiner unverwechselbaren Handschrift: reduzierte Linien, kräftige Farben, grafische Eleganz. Ein schwebender Dialog zwischen dem Designobjekt und dem Autor, der es sich vorstellt.

Als international renommierter Illustrator lebt und arbeitet Jorge Arévalo in Madrid, wo er zwischen Creative Direction und Zeichnen pendelt. Nach seinen Anfängen in Werbeagenturen brachte er seine markante Linie in Zeitschriften wie The New Yorker, Vanity Fair und Rolling Stone. Seine prägnanten, lebendigen Figuren entstehen aus wenigen Strichen, die dennoch Rhythmus, Eleganz und Charakter vermitteln. „Ich versuche, eine Figur mit der geringstmöglichen Menge an Informationen zu definieren“, erklärt er, „und diesen Minimalismus in fließende Linien zu verwandeln, die dem Werk Rhythmus und Stil geben.“

In seiner Arbeit für What’s in a Lamp? — das redaktionelle Projekt, mit dem Foscarini Künstler und Kreative aus verschiedenen Disziplinen — Illustratoren, Fotografen, Bildhauer, Animatoren — einlädt, die eigenen Lampen aus einer persönlichen, freien Perspektive neu zu interpretieren — inszeniert Arévalo einen Dialog zwischen den Designern und den von ihnen geschaffenen Leuchten. Auf der einen Seite die großen Meister — Rodolfo Dordoni mit Lumiere, Ferruccio Laviani mit Orbital, Patricia Urquiola und Eliana Gerotto mit Caboche, Marc Sadler mit Twiggy — Persönlichkeiten, die die Geschichte des Designs geprägt und ikonische Leuchten des Foscarini-Katalogs geschaffen haben. Auf der anderen Seite zwei aufstrebende Stimmen — Felicia Arvid mit Pli und Francesca Lanzavecchia mit Allumette — die einen frischen, vitalen und experimentellen Blick in die Zukunft eröffnen.

Nach dem Projekt Chairs & Architects desselben Autors richtet sich der Blick hier nach oben: Das Licht wird zur Protagonistin und die Leuchten werden zu Symbolen von Aspiration und Begehren — leuchtende Präsenz, die sich in ihren Designern spiegelt.

„Lampen faszinieren mich; das Licht einer Lampe in einem Zuhause definiert uns mehr als ein Stuhl. In dieser Serie ist alles ätherischer: Das Objekt der Begierde ist oben, fast mit den Fingerspitzen zu erreichen.“

Jorge Arévalo
/ Künstler

Jede Illustration verbindet grafische Strenge mit erzählerischer Sensibilität. Die Farben — Orange, Magenta und Türkis, durch Schwarz intensiviert — verleihen Helligkeit und visuelle Kraft, während die Beziehung zwischen Leuchte und Designer stets einen menschlichen, intimen Ton bewahrt. Das Ergebnis ist eine Galerie essenzieller und dynamischer Porträts, in denen die Linie zu Licht wird und das Licht zur Erzählung.

Woher stammt dein Interesse am Zeichnen, und wann hast du erkannt, dass es dein beruflicher Weg werden könnte?

Ich habe immer gezeichnet. Als Kind habe ich gezeichnet, wenn ich nicht Fußball spielte. Erst als ich in einer Agentur als Art Director arbeitete, begann ich, Illustration in meine grafischen Projekte zu integrieren. Daraus entstand eine Sprache, ein Stil, der schnell Aufmerksamkeit fand und in Zeitschriften und Zeitungen nachgefragt wurde.

 

Du bezeichnest dich eher als „Illustrator“ denn als „Künstler“. Warum ist diese Unterscheidung für dich so wichtig?

Illustration ist eine Kunst, aber keine Kunst im absoluten Sinn. Ich bin Illustrator. Der Illustrator zielt mit seinem Pfeil auf eine Zielscheibe und muss treffen; der Künstler stellt die Zielscheibe dorthin, wo der Pfeil landet. Wir Illustratoren arbeiten für eine Marke, mit einem Briefing. Diese Klarheit ermöglicht mir professionelles Arbeiten — und zugleich volle Freiheit in meinen persönlichen Projekten.

 

Gibt es einen roten Faden zwischen Jorge dem Creative Director und Jorge dem Illustrator, oder hältst du diese beiden Seiten lieber getrennt?

Sie sind untrennbar. Das eine nährt das andere, bereichert und vergrößert es. Illustration existiert nur in einem grafischen Kontext: Eine Zeichnung auf Papier ist für sich genommen nur eine Zeichnung, keine Illustration. Man muss den Kontext, die Atmosphäre und die Geschichte visualisieren. Ich glaube, das definiert meinen Stil.

 

Wie würdest du deinen charakteristischen Stil in wenigen Worten beschreiben?

Ich versuche, die Figur mit möglichst wenigen Informationen zu erfassen; dieser Minimalismus soll sich jedoch in fließende Linien verwandeln, die dem Werk Rhythmus und Eleganz geben.

 

Welche kulturellen oder künstlerischen Einflüsse haben dich besonders geprägt?

Die Illustration der 1960er-Jahre und das Kino bis in die 1980er. Ich schaue immer zu den Klassikern: Gruau, Sasek, Hirschfeld, Hockney — und noch weiter zurück: Mucha, Lautrec, Schiele und schließlich Velázquez, Goya, Caravaggio…

 

Kannst du deinen kreativen Prozess vom ersten Einfall bis zur finalen Illustration beschreiben?

Der Schlüssel ist, nie mit einem weißen Blatt zu beginnen. Ich starte immer mit einer Hintergrundfarbe, die den Ton des Bildes setzt. Da ich digital arbeite, kann ich Elemente mit der Denkweise eines Designers verschieben — als würde ich eine Collage aus Formen und Proportionen komponieren.

 

Nach Chairs & Architects hast du dich den ikonischen Leuchten von Foscarini und ihren Designern zugewandt. Was war die größte Herausforderung — oder die größte Anziehung — in diesem neuen Parallel?

Leuchten faszinieren mich; das Licht einer Lampe in einem Zuhause definiert uns mehr als ein Stuhl. In Chairs & Architects berühren die Protagonisten ihre Stühle und blicken nach unten; in What’s in a Lamp? ist alles ätherischer — das Objekt der Begierde ist oben, fast unerreichbar, und das Licht scheint etwas zu sein, das man mit den Fingerspitzen berühren kann.

 

Wie sehr hast du Kohärenz innerhalb der Serie gesucht, und wie sehr eine eigene Identität für jede Leuchte?

Ich habe versucht, die Proportionen zwischen Designer und Leuchte kohärent und zugleich sehr menschlich zu halten. Die Designer sollten sich neben ihrem Entwurf wohlfühlen — das war die Herausforderung.

 

Welche Rolle spielt die Farbe in deiner Arbeit und wie wählst du die Palette?

Manchmal braucht eine Serie eine einheitliche Palette, damit das Konzept im Vordergrund bleibt; manchmal bestimmt die Figur oder der Moment die Farben. Schwarz verleiht meinen Illustrationen Kraft und Festigkeit und hebt die anderen Farben hervor. Orange, Magenta und Türkis dominieren.

 

Wie bist du speziell an die Farbe in dieser What’s in a Lamp?-Serie herangegangen?

Ich wollte kraftvolle Farben, die Licht vermitteln. In diesem Fall habe ich dem Objekt Vorrang vor dem Designer gegeben: Die Leuchte sollte strahlen.

 

Diese Serie vereint vier etablierte Designer und zwei aufstrebende Stimmen. War es schwieriger, ikonische Entwürfe neu zu interpretieren oder neue, noch entstehende Vorschläge zu visualisieren?

Ikonische Entwürfe haben bereits eine Geschichte, eine Vergangenheit — es ist einfacher, ihre Essenz zu treffen. Neue Projekte wachsen, verändern sich und schreiben ihre Geschichte — dafür muss ich mehr improvisieren.

 

Gibt es einen anderen Designgegenstand, den du mit diesem Ansatz gern neu interpretieren würdest?

Autos.

 

Was bedeutet Kreativität für dich?

Wenn der Betrachter das Bild genießt, als schaue er aus einem Fenster der Casa Malaparte oder durch das Schlüsselloch eines Jazzclubs in Harlem.

Entdecke die komplette Serie von Jorge Arévalo für What’s in a Lamp? – das redaktionelle Projekt, bei dem Foscarini Künstler:innen und Kreative einlädt, Lampen aus einer persönlichen und freien Perspektive neu zu interpretieren – auf Instagram @foscarinilamps.

What’s in a Lamp? auf Instagram

The post Dialoge des Lichts – Jorge Arévalo illustriert die Beziehung zwischen dem Licht und denen, die ihm Form geben appeared first on Foscarini.

]]>
Foscarini auf dem Salone del Mobile.Milano in Riad https://www.foscarini.com/de/foscarini-al-salone-del-mobile-milano-a-riyadh-2025/ Fri, 24 Oct 2025 12:28:03 +0000 https://www.foscarini.com/foscarini-al-salone-del-mobile-milano-a-riyadh-2025/ The post Foscarini auf dem Salone del Mobile.Milano in Riad appeared first on Foscarini.

]]>

Vom 26. bis 28. November 2025 nimmt Foscarini an der ersten Ausgabe des Salone del Mobile.Milano in Riad teil und präsentiert vier bedeutende Leuchten aus seiner Kollektion als Ausdruck italienischen Designs im Herzen Saudi-Arabiens.

Die Veranstaltung bildet eine Brücke zwischen Kultur, Innovation und Wirtschaft – einen Treffpunkt zwischen dem Made in Italy und dem saudischen Designökosystem.

Die von Giò Forma gestaltete Installation zeigt sich als Landschaft modularer Gerüste, umhüllt von einem halbtransparenten roten Stoff – ein visuelles Leitmotiv, das Orte und Menschen verbindet und als Symbol für Energie und Zukunft steht. In diesem Rahmen präsentieren über 35 italienische Unternehmen ein Zusammenspiel aus Handwerkskunst, gestalterischem Mut und Harmonie, das neue Perspektiven für das zeitgenössische Design eröffnet.

Foscarini zeigt Spokes, Buds und Caboche Plus – drei Leuchten, die die freie Designhaltung des Unternehmens verkörpern: Lichtobjekte, die mit unterschiedlichen Materialien und Ausdrucksformen Räume prägen und Emotionen hervorrufen – im eingeschalteten wie im ausgeschalteten Zustand.

In der von Piero Lissoni gestalteten Business Lounge beleuchtet Twiggy mit ihrer diskreten und funktionalen Präsenz die Bereiche für Begegnungen zwischen Architekten und Fachleuten und schafft eine einladende, entspannte Atmosphäre.

Red in Progress – Salone del Mobile.Milano meets Riyadh
King Abdullah Financial District, Riyadh
26–28 November 2025

The post Foscarini auf dem Salone del Mobile.Milano in Riad appeared first on Foscarini.

]]>
Drei Foscarini-Projekte im ADI Design Index 2025 https://www.foscarini.com/de/adi-design-index-2025/ Thu, 16 Oct 2025 14:56:35 +0000 https://www.foscarini.com/adi-design-index-2025/ The post Drei Foscarini-Projekte im ADI Design Index 2025 appeared first on Foscarini.

]]>

Drei Projekte – eine Leuchte, eine kreative Forschung und ein Buch – erzählen die vielschichtige Identität von Foscarini, die im ADI Design Index 2025 vertreten ist. Eine Anerkennung, die Gestaltungsfreiheit, kulturelle Neugier und die ständige Suche der Marke nach Licht als Form der Erforschung und Reflexion würdigt.

Nach den zahlreichen Auszeichnungen, die im Laufe der Jahre zu zwei Compasso-d’Oro-Preisen geführt haben – für Mite von Marc Sadler (2001) und das redaktionelle Projekt Inventario (2014) – bestätigt das Ständige Design-Observatorium der ADI erneut sein Interesse an Foscarini. Gleich drei Projekte wurden in den ADI Design Index 2025 aufgenommen: die Pendelleuchte PLI von Felicia Arvid, das kulturelle Forschungsprojekt HABITUS, entstanden in Zusammenarbeit mit Andrea Anastasio und dem Kreativteam von Amal, sowie die Monografie, herausgegeben von Corraini Edizioni anlässlich des vierzigjährigen Firmenjubiläums.
Drei unterschiedliche Wege – ein Produkt, ein Forschungsprojekt und eine verlegerische Arbeit – erzählen gemeinsam die vielseitige Identität von Foscarini, geprägt von Innovation, schöpferischer Freiheit und kritischer Reflexion.

Die ADI Design Index 2025 wurde am 15. Oktober der Presse vorgestellt und erscheint als Jahrbuch, begleitende Website und Ausstellungsreihe.

PLI
Die Poesie der gestalterischen Einfachheit

Entworfen von der jungen dänischen Designerin Felicia Arvid, ist PLI eine Pendelleuchte, in der das Licht selbst zur tragenden Struktur wird.
Ein essenzieller, poetischer Gestus: ein dünnes Blatt, durchzogen vom Licht, das sich in Falten und dreidimensionale Drapierungen verwandelt.
PLI vereint formale Zartheit und technologische Forschung und markiert Arvids ersten Schritt in die Welt des Leuchtendesigns – ein Beweis für Foscarinis Fähigkeit, neue kreative Talente zu entdecken und zu fördern.

HABITUS
Die Freiheit der Forschung

Präsentiert auf der Mailänder Design Week 2024, ist HABITUS ein Forschungsprojekt, das sich zwischen Idee und Produkt bewegt.
Ein Weg, auf dem Foscarini sich der Kreativität frei geöffnet hat, um neue Richtungen im Bereich des Lichts zu erkunden – jenseits der Grenzen der Serienproduktion.

In Zusammenarbeit mit Künstler und Designer Andrea Anastasio sowie Arun Jothi und Natalie Frost, den Kreativen des zwischen Indien und Rom tätigen Ateliers Amal, das sich auf Stickerei und Haute Couture spezialisiert hat, erforscht HABITUS die Begegnung von Licht, Stickerei und meisterhafter Handwerkskunst.
Perlen, Pailletten und lasergeschnittene PET-Streifen werden zu lebendigem Material, das mit dem Licht interagiert und schillernde, nie gleiche Texturen erzeugt.

Keines dieser Werke wurde mit industrieller Anwendung im Sinn geschaffen, sondern als offene Erkundung – ein Raum für Reflexion und Vorstellungskraft.
Denn manchmal entstehen gerade durch eine Forschung ohne Zwänge neue Richtungen.
Für ein Unternehmen ist es ein Privileg – und zugleich ein mutiger Schritt – sich die Zeit zu nehmen, zu reflektieren, Verbindungen zu knüpfen und kreative Welten zu erkunden, die zunächst fern scheinen – wie Carlo Urbinati betont.

Monografie
„Some Think It’s Just About Shedding Light. Foscarini 1983/2023“

Herausgegeben von Corraini Edizioni mit grafischem Design von Artemio Croatto / Designwork, feiert der Band vierzig Jahre Unternehmensgeschichte – geprägt von Forschung, Innovation und kreativer Freiheit.

In sechs thematische Kapitel gegliedert, enthält das Buch eine kritische Auswahl an Leuchten, ein vollständiges Verzeichnis der Foscarini-Produktion sowie Beiträge von Wissenschaftlern, Ökonomen, Kritikern und Designern.
Gemeinsam zeichnen sie das Porträt einer Marke, die Tradition und Experiment, Industrie und Handwerk, Kultur und Unternehmertum miteinander verbindet.

Ein Werk, das das Wesen von Foscarini einfängt: unabhängig, vielseitig und innovationsgetrieben.

The post Drei Foscarini-Projekte im ADI Design Index 2025 appeared first on Foscarini.

]]>
Aus der Dunkelheit, Licht: Beppe Conti für What’s in a Lamp? https://www.foscarini.com/de/beppe-conti-whats-in-a-lamp/ Thu, 18 Sep 2025 14:13:20 +0000 https://www.foscarini.com/beppe-conti-whats-in-a-lamp/ The post Aus der Dunkelheit, Licht: Beppe Conti für What’s in a Lamp? appeared first on Foscarini.

]]>

Für das Projekt What’s in a Lamp? betrachtet der italienische Künstler Beppe Conti Lampen nicht einfach als Lichtquellen, sondern als Instrumente, die das Unsichtbare sichtbar machen. In seinen digitalen Collagen treten Fragmente und verborgene Schichten aus der Dunkelheit hervor und werden durch das Licht der Foscarini-Leuchten zu traumgleichen Räumen geformt.

Entdecken Sie “What’s in a lamp?”

Beppe Conti ist Illustrator und visueller Designer aus Turin, spezialisiert auf digitale Collage. Inspiriert vom Surrealismus und dem Unbewussten verbindet er in seinen Arbeiten organische Elemente, abstrakte Visionen sowie Verweise auf verschiedene Epochen und Kulturen.
Seine Technik ist ein kluger und kreativer Remix von Elementen, ein Freiheitsraum, in dem Widersprüche und Kontraste aufgenommen und in Bedeutung verwandelt werden – und der seine Arbeit von anderen kreativen Sprachen unterscheidet, die nach Kohärenz verlangen. Im Laufe der Jahre hat er zu redaktionellen Projekten, Branding, Ausstellungen und multimedialen Kooperationen beigetragen und Bilder geschaffen, die Staunen und Geheimnis hervorrufen und die Betrachter dazu einladen, tiefere Bedeutungsebenen zu erkunden.

Für What’s in a Lamp? erforschte Conti die Dualität von Licht und Schatten. Dunkelheit ist keine Leere, sondern ein Feld voller Möglichkeiten: Muster, Verläufe, traumartige Architekturen und Fragmente der Realität treten erst durch das Licht hervor. Inspiriert von der psychedelischen Ästhetik der 1960er- und 70er-Jahre behandelt er Farbe als eine wahrnehmungsprägende Kraft, die die visuelle Erzählung strukturiert und die emotionale Resonanz der Leuchte verstärkt.

„Ich wollte, dass die Lampen als Sehgeräte wirken. Aus der Dunkelheit tauchen unerwartete Muster und Fragmente auf, und das Licht wird zu einer kreativen Kraft, die neue Welten eröffnet.“

Beppe Conti
/ Künstler

Jede Lampe wird zu einer eigenen Geschichte. Aplomb erscheint als architektonisches Objekt, das im Raum schwebt, wobei Licht als konstruktives Prinzip wirkt: Es formt den Raum, schnitzt Geometrien und erzeugt Architektur mit brutalistischen Anklängen. Dolmen steht als urzeitlicher Monolith, ein Relikt aus dem All, das alte Erinnerungen mit futuristischer Vorstellungskraft verbindet. Binic, dessen Design vom nautischen Umfeld inspiriert ist, wird zu einem mikro-psychedelischen Leuchtturm, der aus der Dunkelheit als visuelles Signal hervorgeht und Orientierung bietet. Andere Lampen wie Gregg, Nile und Tobia erhalten ebenfalls neue Identitäten in Contis surrealem Universum.

Indem er Elemente aus verschiedenen Zeiten, Kulturen und Materialien kombiniert, erschafft Conti Bilder, die in der Spannung zwischen Konstruktion und Dekonstruktion, Realität und Vorstellungskraft leben. In seiner Serie für Foscarini sind Lampen nicht länger bloß Objekte, sondern Metaphern der Transformation – Brücken zwischen Licht und Schatten, Erde und Kosmos, Gegenwart und Traum.

Folgen Sie Foscarini auf Instagram , um das gesamte What’s in a Lamp?-Projekt zu entdecken und das vollständige Interview mit Beppe Conti zu lesen.

Können Sie uns von Ihrem künstlerischen Werdegang erzählen? Gab es einen entscheidenden Moment, in dem Ihnen klar wurde, dass Kunst und Illustration Ihr Weg werden würden?
Mein künstlerischer Werdegang begann mit einem Studium im Grafikdesign, das mir die Werkzeuge gab, Bilder als Sprache zu begreifen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich meine Praxis schichtweise, ähnlich wie die Collagen, die ich erschaffe. Der Wendepunkt kam, als ich erkannte, dass meine Kompositionen nicht nur visuell ansprechend, sondern auch eine Art Denkprozess durch Bilder waren. Da wurde mir klar, dass Kunst und Illustration mein beruflicher Weg werden könnten.

Digitale Collage ist Ihre charakteristische Technik: Wie sind Sie zu dieser Ausdrucksform gekommen und was erlaubt sie Ihnen, das andere Medien nicht können?
Ich kam fast aus Notwendigkeit dazu. Ich brauchte eine Methode, um verschiedene Epochen, Stile und Materialien zu kombinieren, ohne auf einen einzigen Ansatz beschränkt zu sein. Für mich ist digitale Collage ein Freiheitsraum – sie nimmt Widersprüche auf und verwandelt sie in Bedeutung. Andere kreative Medien verlangen Konsistenz, aber die Collage lebt von Kontrasten und unerwarteten Kombinationen, und genau das macht sie einzigartig.

In Ihren Arbeiten mischen Sie Referenzen aus verschiedenen Zeiten und Orten: Verlassen Sie sich auf ein persönliches visuelles Archiv oder auf Zufall und Entdeckung?
Ich nutze beides. Im Laufe der Jahre habe ich ein Archiv aus Bildern, Büchern, Zeitschriften, Fotografien und markanten Elementen aufgebaut, das eine solide Grundlage bildet. Gleichzeitig lasse ich Raum für Zufälle: Ein zufällig entdecktes Bild kann der Funke für eine ganze Komposition sein. Collage funktioniert durch diesen fortlaufenden Dialog zwischen Archiv und unerwarteter Entdeckung.

Wie wichtig sind Intuition und Zufall im Vergleich zu Kontrolle in Ihrem kreativen Prozess?
Intuition und Zufall bringen Frische und Bewegung, während Kontrolle die endgültige Form gestaltet. Ich arbeite stets im Gleichgewicht zwischen Loslassen und Disziplin: Ich höre auf die Bilder, wähle aus, entferne und arrangiere neu, bis die richtige Spannung entsteht.

Woran erkennen Sie, wann ein Bild „fertig“ ist?
Es ist ein intuitiver Moment, der nicht von Regeln, sondern von einem Gefühl des Gleichgewichts geleitet wird. Es ist, als ob das Bild irgendwann aufhört, nach Eingriff zu verlangen, und beginnt, eigenständig zu atmen. Dann weiß ich, dass es vollständig ist.

Die Collagen, die Sie für das Projekt What’s in a Lamp? geschaffen haben, wirken traumhaft und geheimnisvoll, besitzen aber auch eine narrative Dimension. Welche Geschichte wollten Sie erzählen, indem Sie Ihre Vorstellungskraft mit den Foscarini-Lampen verbanden?
Ich stellte mir die Lampe nicht als einfaches Objekt vor, das Licht spendet, sondern als ein Gerät, das Visionen erzeugt. Aus der Dunkelheit treten Muster, Farbverläufe und Fragmente der Realität hervor, die ohne ihr Licht nicht existieren würden. Die Ästhetik lehnt stark an das Grafikdesign und die Psychedelik der 1970er Jahre an, wobei Farbe zu einer schwingenden und wahrnehmungsprägenden Erfahrung wird – eine Sprache, die das Foscarini-Licht als kreative Kraft ausdrückt, die neue visuelle Welten eröffnet.

Jede Lampe drückt eine andere Identität aus, stets verbunden mit dem Thema Licht und Dunkelheit. Was bedeutet es für Sie, diesen Kontrast zu erforschen?
Licht und Dunkelheit sind gegensätzliche, aber untrennbare Pole. In der Collage erlauben sie mir, ein Bild zu konstruieren und zu dekonstruieren, aber vor allem sprechen sie die Wahrnehmung an: Wir sehen nur, was aus einem dunklen Hintergrund hervorgeht. Bei Foscarini habe ich an dieser Dialektik gearbeitet und die Dunkelheit in einen lebendigen Stoff verwandelt, aus dem Farben und Visionen entstehen.

Welche Lampe hat Sie am meisten inspiriert und warum?
Dolmen war für mich besonders inspirierend wegen seines monumentalen und urtümlichen Charakters. Seine Form erlaubte es mir, mit archetypischen, fast rituellen Bildern zu arbeiten, bei denen Licht zu einem Ruf an primitive Energien wird, interpretiert durch eine zeitgenössische Linse.

Sehen Sie Collage eher als Prozess der Konstruktion oder der Dekonstruktion?
Beides. Ich erschaffe etwas Neues, indem ich Bestehendes dekonstruierte. Collage lebt in der Spannung zwischen Erinnerung und Erfindung; ich nehme Vertrautes und verwandle es in etwas Unerwartetes.

Wie koexistieren Realität und Vorstellungskraft in Ihrer Arbeit?
Sie sind untrennbar miteinander verbunden. Die Realität liefert die Rohmaterialien – Fotografien, Texturen, Farben, Architekturen – während die Vorstellungskraft sie zu neuen Konfigurationen zusammensetzt. Collage wird so zu einer alternativen Realität, bestehend aus erkennbaren Fragmenten, die zu einer fast traumhaften oder surrealen Erzählung arrangiert sind.

Welche Rolle spielen in diesem Gleichgewicht Staunen und Überraschung?
Staunen treibt mich dazu, Bilder zu suchen, zu schneiden und zu sammeln. Überraschung entsteht, wenn zwei weit entfernte Elemente unerwartet zusammenkommen; es ist ein Moment, den ich nicht vollständig kontrollieren kann, und genau dort erwacht das Werk zum Leben.

Was bedeutet Kreativität für Sie?
Kreativität ist die Fähigkeit, das Bestehende so zu sehen, als wäre es neu. Es ist ein Akt der Perspektivverschiebung, des Umkehrens gewohnter Verbindungen und des Dialogs zwischen Bildern, Zeiten und Erinnerungen.

Erfahren Sie mehr über die Zusammenarbeit mit Beppe Conti und die vollständige Serie auf dem Instagram-Kanal @foscarinilamps und entdecken Sie alle Werke des Projekts What’s in a Lamp?, in dem internationale Künstler eingeladen sind, das Licht und die Leuchten von Foscarini zu interpretieren.

Besuchen Sie @foscarinilamps auf Instagram

The post Aus der Dunkelheit, Licht: Beppe Conti für What’s in a Lamp? appeared first on Foscarini.

]]>
Die Form einer Idee: Peter Grundy interpretiert Foscarini für What’s in a Lamp? https://www.foscarini.com/de/peter-grundy-grundini-foscarini/ Thu, 07 Aug 2025 09:12:19 +0000 https://www.foscarini.com/la-forma-dellidea-peter-grundy-interpreta-foscarini-per-whats-in-a-lamp/ The post Die Form einer Idee: Peter Grundy interpretiert Foscarini für What’s in a Lamp? appeared first on Foscarini.

]]>

Mit seinem unverkennbaren Stil, geprägt von klaren Formen und kräftigen Farben, verwandelt Peter Grundy die Foscarini-Lampen für das editorial Projekt What’s in a Lamp? in visuelle Archetypen der Konzepte und Werte, die die Markenidentität definieren. Eine Übung in Verdichtung und Vision, die dazu einlädt, Licht nicht nur als Quelle, sondern als Sinn selbst zu begreifen.

Erfahre mehr über What’s in a Lamp?

Peter Grundy hat sich eine Karriere aufgebaut, die auf Einfachheit beruht, und gilt als Pionier der konzeptuellen Infografik. Von der Gründung des Studios Grundy & Northedge im Jahr 1980 bis hin zu seinen jüngeren Projekten unter dem Namen Grundini – er hat bewusst Information statt Werbung in den Mittelpunkt gestellt und widmet sich der Umsetzung komplexer Konzepte in klare, zugängliche und universelle Bilder. Seine Formsprache ist geometrisch und erzählerisch, geprägt von Balance und Reduktion: ein wiedererkennbarer und markanter visueller Code, der der Idee dient, noch bevor das Bild ins Spiel kommt.

Für What’s in a Lamp? entschied sich Grundy dafür, Foscarinis Geschichte anhand von sechs Lampen, sechs Werten, sechs Visionen zu erzählen: Lumiere steht für Internationalität, Offenheit und die Fähigkeit des Foscarini-Designs, sich mit verschiedenen Kulturen auseinanderzusetzen, jede mit ihrer eigenen Art, Licht zu erleben; Chouchin erforscht die Bedeutung von Zuhause als Zuflucht und persönlichem Raum; Buds verkörpert die Avantgarde und den Drang in die Zukunft; Binic feiert kreative Freiheit; Satellight erzählt die Geschichte der Persönlichkeit von Lichtobjekten und wie sie emotional mit Menschen verbunden sind; Kurage zollt dem Handwerk Tribut, der Harmonie zwischen Geist, Hand und Material.

 

Sechs Illustrationen, die jeweils innerhalb der Silhouette einer Lampe aufsteigen, belebt durch ein System aus Symbolen und Icons, die jede Grundwert visuell übersetzen. Jedes Bild in diesem stillen erzählerischen Zyklus ist ein in sich geschlossenes, dichter und ausdrucksstarkes System.

„Mein Ziel war es, mit jeder Illustration eine Geschichte zu erzählen, die Foscarinis Philosophie widerspiegelt. Die Lampen sind sehr einfach gezeichnet und gefüllt mit Ikonographie, die die Werte darstellt und visuelle Energie erzeugt.“

PETER GRUNDY
/ ARTIST

In der Herangehensweise an Form liegt etwas zutiefst Philosophisches. Seine Bilder, auf das Wesentliche reduziert, gleichen zeitgenössischen Ideogrammen. In einer Zeit voller visueller Reize erinnert uns Grundy daran, dass Subtraktion radikaler sein kann als Addition. Und dass eine Lampe nicht nur ein Objekt ist, das Licht spendet: Sie kann eine Metapher sein. Für Identität, Zuhause, Freiheit. Für Vision.

Folge Foscarini auf Instagram, um das vollständige What’s in a Lamp?‑Projekt zu entdecken und lies das vollständige Interview, um tiefer in Peter Grundys Vision und künstlerische Herangehensweise einzutauchen.

Können Sie uns kurz von Ihrem Werdegang erzählen? Wie sind Sie zu dem gekommen, was Sie heute tun?

1980 gründeten Tilly Northedge und ich ein Studio, um Informationsdesign auf neue, fantasievolle und persönliche Weise zu erkunden. Erstens, weil es damals sonst niemand tat. Zweitens, weil wir bereits zwei Jahre zuvor am Royal College of Art ein Interesse an einer Art von Design entwickelt hatten, das mehr erklären als verkaufen wollte.

In den folgenden 26 Jahren haben wir als Grundy & Northedge das, was heute als Infografik bekannt ist, neu definiert.

Wie das Magazin Graphis einmal schrieb: „In der Designwelt hatte die Informationsvermittlung nie den Glamour anderer Disziplinen. Wer ein Plakat gestaltet, wird zum Künstler. Wer das Erscheinungsbild eines multinationalen Unternehmens entwirft, wird zum Strategen. Aber wer gestaltet Karten für Wohnanlagen oder Anleitungen zum Binden einer Fliege?“ – Das waren wir: Peter Grundy und Tilly Northedge.

2006 gründete ich Grundini, um mich auf kleinere, kreativ getriebene Projekte zu konzentrieren – oft in Zusammenarbeit mit anderen Designern und Agenturen. Meine frühere Kollegin Angela Wilkinson schrieb: „Heute bekämpft Peter Grundy, alias Grundini, das moderne Chaos, indem er einfache, gemeinsame und zugängliche Architekturen der Zukunft gestaltet.“

Welche Persönlichkeiten – Designer, Künstler, Illustratoren – haben Ihre visuelle und kreative Ausbildung geprägt?

Benno Zehnder, der mir während meines Studiums an der Bath Academy of Art von 1973 bis 1976 den Schweizer Stil näherbrachte.
Lou Klien, der mir am Royal College of Art von 1976 bis 1979 den amerikanischen Geist vermittelte.

Sie sagen oft, Ihr Stil sei aus Notwendigkeit und Einfachheit entstanden. Was bedeutet „visuelle Ökonomie“ für Sie, und wie zentral ist sie heute für Ihre Arbeit?

Wir haben 1980 einen Zeichenstil entwickelt, um unsere Ideen zu vermitteln – basierend auf den geometrischen Methoden, die wir beim Entwerfen von Symbolen, Logos und Schriftformen gelernt hatten. Über die Jahre hat sich dieser Stil weiterentwickelt, doch das Prinzip blieb immer gleich: Ideen einfach und international vermitteln – ganz ohne Worte.

Erzählen Sie uns vom Konzept Ihrer Serie für What’s in a Lamp?. Welche Geschichte wollten Sie anhand der Silhouetten der ikonischen Foscarini-Lampen erzählen?

Ich fand es spannend, für jede Lampe eine eigene Geschichte zu erzählen, die Foscarinis Werte widerspiegelt. Die Themen, die wir gewählt haben, sind: Internationalität, Zuhause, Avantgarde, Handwerkskunst, Zukunft und Menschen.

Welchen dieser Werte fanden Sie am schwierigsten in eine visuelle Sprache zu übersetzen?

Avantgarde.

Und welcher Wert hat am meisten mit Ihrer eigenen Vision resoniert – welcher hat Sie am stärksten inspiriert?

Ebenfalls Avantgarde. Was könnte mehr Spaß machen, als eine Vision der Zukunft? Meine Idee war eine Lampe, die wie ein Sonnensystem funktioniert, mit der Erde im Zentrum und der Zukunft, die sie umkreist.

Sie arbeiten mit statischen Bildern, doch sie scheinen immer eine Geschichte zu erzählen. Was macht eine starke visuelle Erzählung ohne Bewegung oder Worte aus?

Im Zentrum jeder Gestaltung steht eine Idee. Die Idee kommt vor jedem Bild, Symbol oder jeder Animation. Vor einigen Jahren habe ich ein Diagramm entworfen, um zu erklären, wie ich arbeite: Es zeigt einen Eisberg – die sichtbare Spitze ist das Bild, doch der viel größere Teil unter Wasser, den man nicht sieht, ist die Idee.

Wie wählen Sie die Symbole oder Icons aus, wenn Sie komplexe Ideen in Bilder übersetzen? Folgen Sie einem klaren System oder eher Ihrer Intuition?

Ich erfinde Icons und Symbole, die eine Geschichte effektiv und elegant erzählen – so, wie man eine geschriebene Sprache verwenden würde.

Wie gehen Sie mit Farben um? Geht es mehr um Ästhetik oder nutzen Sie Farben als Sprache zur Bedeutungsvermittlung?

Farbe erfüllt zwei Aufgaben: Sie dient als Wegweiser und macht Dinge gleichzeitig schön. Ich wähle Farben instinktiv. Oft stelle ich fest, dass Kombinationen, die man sich zunächst schrecklich vorstellt – wie Pink mit Orange oder Braun mit Grau – in den richtigen Proportionen großartig aussehen. Das habe ich bei der Zusammenarbeit mit Architekten gelernt.

Infografiken wurden ursprünglich entwickelt, um zu vereinfachen. Sehen Sie sie heute noch als funktionales Werkzeug oder eher als Kunstform?

Als ich 1980 anfing, hat niemand Infografiken auf kreative Weise gestaltet. Am Royal College of Art in den späten 1970er-Jahren haben wir eine Chance erkannt. Damals arbeiteten die meisten Designer und Illustratoren in Werbung, Branding oder Verpackungsdesign – das waren die glamourösen Bereiche der Kreativbranche. Als Tilly Northedge und ich Grundy & Northedge gründeten, war unser Ziel, „Information“ mit der gleichen Kreativität wie Werbung oder Corporate Identity zu behandeln. Wir erzählten Geschichten und erklärten Komplexes mit Kunst und Ideen.

Welcher Ratschlag war in Ihrer Karriere der nützlichste? Und welcher hat Sie wirklich zum Nachdenken gebracht?

Es gibt nur eine Sache, die schlimmer ist als schlecht zu sein – und das ist Mittelmäßigkeit.

Was bedeutet Kreativität für Sie?

Freiheit, Individualität auszudrücken.

Entdecke mehr über die Zusammenarbeit mit Peter Grundy und die gesamte Serie auf dem Instagram-Kanal @foscarinilamps, und entdecke alle Werke des Projekts What’s in a Lamp?, bei dem internationale Künstler eingeladen wurden, Licht und Foscarini-Lampen neu zu interpretieren.

Folge @foscarinilamps auf Instagram

The post Die Form einer Idee: Peter Grundy interpretiert Foscarini für What’s in a Lamp? appeared first on Foscarini.

]]>
Foscarini bei 3daysofdesign: Licht, Kunst und Inspiration. https://www.foscarini.com/de/3daysofdesign-2025/ Thu, 29 May 2025 15:18:14 +0000 https://www.foscarini.com/3daysofdesign-2025/ The post Foscarini bei 3daysofdesign: Licht, Kunst und Inspiration. appeared first on Foscarini.

]]>

Vom 18. bis 20. Juni erwartet Sie Foscarini bei 3daysofdesign in Kopenhagen, in der stimmungsvollen Atmosphäre der Alice Folker Gallery (Esplanaden 14). Eine Gelegenheit, die neuen Produkte, die erstmals auf der Euroluce präsentiert wurden, zu entdecken, eine künstlerische Installation von Bennet Pimpinella zu erleben und inspirierende Gespräche zu führen.

Wo Sie uns finden

Neue Kollektionen

Auf der 3daysofdesign wird das Projekt präsentiert, das dem Archetyp des Kronleuchters gewidmet ist und zeitgenössisch neu interpretiert wird. Im Mittelpunkt dieser formalen Erkundung stehen ASTERIA, entworfen von Alberto und Francesco Meda, ALLUMETTE und TILIA von Francesca Lanzavecchia sowie ÈTOILE vom Dordoni Studio: vier Visionen, die ästhetische Forschung, technische Innovation und die Poesie des Lichts vereinen.

Daneben setzt Foscarini seine Materialexperimente mit EOLIE fort, einem bahnbrechenden Projekt, das recycelten Lavastein verwendet, um Lampen mit starkem materiellem Charakter zu schaffen, sowie mit der neuen Wandversion von APLOMB, die das ikonische Betonmodell in einer schlichten und essenziellen Form neu interpretiert.

Inspirierende Veranstaltungen

18. – 19. Juni | 16:30–17:30 Uhr
Aperitif mit dem Künstler
Entdecken Sie die visuelle Welt von Bennet Pimpinella, dem Schöpfer der Video-Installation, die zerkratzten analogen Film mit dem Licht von Foscarini verbindet und so ein immersives Erlebnis zwischen digitaler und physischer Welt schafft.

20. Juni | 10:30–11:30 Uhr
The Art of Enlightenment
Ein Morgen-Talk, der der Neuinterpretation eines zeitlosen Klassikers gewidmet ist: dem Kronleuchter. Mit Matteo Urbinati (Design Coordinator & Marketing Director bei Foscarini) und Bruun Rasmussen, die reflektieren, wie Licht zwischen Erinnerung und Innovation weiterentwickelt werden kann.

The post Foscarini bei 3daysofdesign: Licht, Kunst und Inspiration. appeared first on Foscarini.

]]>
Zwischen Natur und Traum: die Landschaften aus Papier und Licht von Helen Musselwhite für Foscarini https://www.foscarini.com/de/helen-musselwhite-foscarini/ Thu, 22 May 2025 09:25:00 +0000 https://www.foscarini.com/helen-musselwhite-foscarini/ The post Zwischen Natur und Traum: die Landschaften aus Papier und Licht von Helen Musselwhite für Foscarini appeared first on Foscarini.

]]>

Das künstlerische Universum von Helen Musselwhite besteht aus Papierausschnitten, Faltungen und Schatten, die das Wunder der natürlichen Welt erzählen. Für What’s in a lamp? interpretiert die Künstlerin einige Foscarini-Lampen neu und verwandelt sie in traumhafte Papierlandschaften. Ein zarter Dialog zwischen Licht, Natur und Handwerkskunst, der die verborgene Poesie in alltäglichen Gegenständen offenbart.

Erfahren Sie mehr über „What’s in a Lamp?“

In ihrem Studio in Manchester, an den Toren der englischen Landschaft, formt Helen Musselwhite verzauberte Landschaften, indem sie Papierausschnitte mit einer Meisterschaft schneidet und übereinanderlegt, die Handwerkskunst, künstlerische Vision und Innovation vereint. Ihre Kunst erkundet die Schönheit der Natur mit einer akribischen Detailgenauigkeit: Von kleinen Tieren bis zu verzauberten Landschaften ist jedes Element mit Präzision und Poesie gebaut, und ein einfaches Material wie Papier erzeugt narrative Szenarien, die voller Suggestionen sind.

Für das Projekt What’s in a Lamp? von Foscarini hat die britische Künstlerin eine Reihe von Werken geschaffen, die einige Foscarini-Lampen neu interpretieren, die aus denen ausgewählt wurden, bei denen das Design oder der Name Elemente der natürlichen Welt evocieren.

Durch ihre unverwechselbare Layering-Technik – eine sorgfältige Konstruktion, Schicht für Schicht, mit Papieren unterschiedlicher Gewichte und Farben – wird jede Lampe in eine dreidimensionale Erzählung eingefasst, die sich aus ihrer Form entwickelt und Emotionen sowie Visionen evoziert. In diesen Kompositionen ist Licht nicht nur ein Motiv: Es ist ein lebendiges Material, das mit dem Papier in Dialog tritt, die Szenen formt und Schatten, Tiefe und Rhythmus erzeugt. Das Ergebnis sind Werke, die sowohl zart als auch komplex sind und uns in eine Dimension zwischen Traum und Realität versetzen, in der jede Lampe zu einem Zugangstor zu einer Welt wird, die es zu entdecken gilt.

„Ich mag die Idee, dass ich mit Papier alles erschaffen kann, was meine Kreativität sich wünscht. Es ist ein einfaches Material, aber die Möglichkeiten sind unendlich. Papier und Licht werden beide zu Materialien, die ich forme: Durch Schichtung und das Spiel von Licht und Schatten kann ich Tiefe erzeugen, Bewegung andeuten und Geschichten erzählen, die unter dem Blick des Betrachters zum Leben erwachen.“

HELEN MUSSELWHITE
/ KÜNSTLERIN

Entdecke das imaginäre Universum von Helen Musselwhite: Lies das vollständige Interview, um ihre kreative Vision besser kennenzulernen. Folge dem Projekt What’s in a Lamp? auf Instagram und lass dich von den kommenden Kunstwerken inspirieren.

Erzählen Sie uns ein wenig über sich und Ihren Werdegang. Gab es einen Moment oder eine Erfahrung, die Sie dazu bewegt hat, eine Karriere in der Kunst einzuschlagen?

Ich komme aus einer Familie von Künstlern und kreativen Hobbymenschen. Schon als Kind war ich von Beispielen für Kreativität umgeben: Mein Großvater malte mit Ölfarben, während er klassische Musik hörte, mein Vater reparierte alles Mögliche, von Spielzeugen bis hin zu Traktoren, und meine Mutter, die die Hauptquelle meiner kreativen Interessen war, experimentierte ständig mit neuen künstlerischen Aktivitäten und ermutigte mich, dasselbe zu tun. Der Einfluss dieses Geistes ist in allem, was ich tue, präsent, und dafür bin ich wirklich dankbar.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Mein Stil ist grafisch, farbenfroh und komplex. Er basiert stark auf Handwerk, Prozess und Detail. Früher habe ich nach Perfektion gestrebt, aber in letzter Zeit versuche ich, die Unvollkommenheiten zu akzeptieren, die zwangsläufig aus meiner Handarbeit entstehen, ein bisschen im Sinne des Wabi Sabi. Ich denke, es ist auch eine Reaktion auf die KI.

Was hat Sie an Papier als Hauptmaterial fasziniert? Und was fasziniert Sie noch an seinen unendlichen Möglichkeiten?

Ich habe angefangen, Papier zu verwenden, weil es ein einfaches, zugängliches und sehr vielseitiges Material ist. Die ersten Arbeiten waren alle weiß, und ich mochte die Idee, dass sie, obwohl sie Komplexität und Detail hinzufügten, eine ruhige und minimale Qualität behielten, weil es weiß auf weiß war. Aber bald kam die Farbe! Die ursprünglichen Gründe, warum ich mich für Papier entschieden habe, faszinieren mich immer noch: Ich liebe es, dass ein einfaches Blatt in alles verwandelt werden kann, was meine Kreativität sich wünscht.

Ihre dreidimensionalen Papierarbeiten sind für ihre Komplexität, den Einsatz lebendiger Farben und eine starke narrative Komponente bekannt. Wie haben Sie diesen so markanten Stil entwickelt?

Meine Arbeit liegt zwischen 2D und 3D; am besten lässt sie sich als 2,5D beschreiben. Manchmal wird meine Arbeit vollständig dreidimensional, aber ich mag es, in diesem Zwischenbereich zu bleiben. Ich habe angefangen, Papier und die Technik des Layerings zu verwenden, weil ich mich im traditionellen 2D nicht sicher fühlte. Außerdem, da ich nicht digital illustrieren gelernt habe, hatte ich das Bedürfnis, etwas Originelles hinzuzufügen, etwas, das mich auszeichnet.

In den letzten Jahren habe ich mich sehr auf den narrativen Aspekt meiner Arbeit konzentriert, oft inspiriert von Kindheitserinnerungen: der Freude und dem Staunen, das ich beim Besuch von Miniaturdörfern empfand, beim Erstellen von Gärten auf Keksdosen und insbesondere einige hawaiianische Bilder, die einem Onkel gehörten, die aus Schichten von Papier, Rinde und Zweigen bestanden. Ich wollte wirklich in diese Welten eintauchen, mich verkleinern und hindurchlaufen!

Wie fügt sich diese Zusammenarbeit im Projekt What’s in a Lamp? in Ihren künstlerischen Ansatz ein?

Ich war sehr froh, zu What’s in a Lamp? beizutragen. Mein Interesse an Kreativität erstreckt sich auch auf Innen- und Produktdesign, und Foscarini ist eine Marke, die ich aufgrund ihrer Innovation, Einzigartigkeit und Handwerkskunst mit Interesse verfolge. All diese Elemente sind das, was ich bewundere und in meiner Arbeit zu reproduzieren versuche.

Was ist Ihr kreativer Prozess, wenn Sie an Ihren Arbeiten arbeiten? Haben Sie bestimmte Rituale oder Gewohnheiten, die Sie folgen, um Ihre künstlerische Vision zu fördern?

Mein kreativer Prozess ist hauptsächlich analog. Er beginnt mit schnellen Notizen und Skizzen, die ich dann mit einem Kopierer vergrößere und verfeinere, indem ich Schichten und Details entscheide. Ich füge meinen Skizzen Farbe mit Markern hinzu, was ich sehr liebe und schon seit meiner Kindheit mache, auch wenn ich damals einfache Marker verwendet habe und nicht die teuren, die ich heute benutze!

Dann geht es zur Umsetzungsphase: Die Schichten und Elemente werden auf das Papier übertragen, ausgeschnitten und zusammengebaut. Die letzte Phase ist die Fotografie, in der ich in die digitale Welt eintauche, allein oder vorzugsweise mit einem professionellen Fotografen. Ich würde mir wünschen, dass mein Prozess ordentlicher wäre, aber leider wird mein Studio immer ein Chaos, also mache ich nach jedem Projekt eine gründliche Reinigung, um mich auf den nächsten Schritt vorzubereiten! Ein weiterer wichtiger Teil meines Tages ist ein Spaziergang. Das habe ich früher mit unserem Labrador Earl (RIP) gemacht und tue es auch weiterhin. Ich verbringe viele Stunden damit, sich wiederholende Aufgaben zu erledigen, daher brauche ich eine Pause, sowohl für den Körper als auch für den Geist. Ich hoffe auch, bald einen neuen vierbeinigen Freund zu haben, mit dem ich spazieren gehen kann…

Könnten Sie uns das zentrale Konzept oder die Inspiration hinter der Serie What’s in a Lamp? näher erklären?

Die Inspiration hinter der Serie What’s in a Lamp? stammt von der Idee der Designer oder den Namen der Lampen, die ich ausgewählt habe. Der rote Faden, der die verschiedenen Arbeiten verbindet, sind die Silhouetten, die als Rahmen dienen, durch die Schichten und Details im Inneren sichtbar werden. Dieser Ansatz hat gut funktioniert, um die Form und den Umriss der Lampen zu definieren und die Geschichten sowie die Designkonzepte innerhalb der Formen selbst hervorzuheben.

Die Natur spielt eine zentrale Rolle in Ihrer Arbeit. Wie hat sich diese Verbindung in dieser Serie manifestiert? Gab es eine bestimmte Emotion oder Geschichte, die Sie vermitteln wollten?

Einige der Lampen, die ich ausgewählt habe, sind mit der Natur verbunden, sowohl im Namen als auch im Design. Aus diesem Grund waren sie eine natürliche Inspirationsquelle.

Hast du ein Lieblingswerk aus dieser Serie? Was macht es besonders?

Birdie und Gregg waren die ersten, die ich ausgewählt habe. Mir gefiel die Idee, dass sie einen flüchtigen Moment erhellen: Ein Vogel, der fliegt, und nachtaktive Kreaturen, die im Licht vorbeiziehen, das sie projizieren.

 

Was bedeutet Kreativität für dich?

Für mich bedeutet Kreativität, inspiriert zu werden, etwas zu denken, zu tun oder zu erschaffen. Es ist etwas Flüchtiges, das manchmal schwer zu fassen und zu definieren ist, aber immer um uns herum ist.

Erfahre mehr über die Zusammenarbeit mit Helen Musselwhite und die komplette Serie auf dem Instagram-Kanal @foscarinilamps und entdecke alle Werke des Projekts What’s in a Lamp?, bei dem internationale Künstler eingeladen sind, Licht und Foscarini-Leuchten zu interpretieren.

Besuchen Sie @foscarinilamps auf Instagram

The post Zwischen Natur und Traum: die Landschaften aus Papier und Licht von Helen Musselwhite für Foscarini appeared first on Foscarini.

]]>
Foscarini auf der Milan Design Week 2025 https://www.foscarini.com/de/foscarini-mdw2025/ Mon, 10 Mar 2025 15:41:01 +0000 https://www.foscarini.com/foscarini-mdw2025/ The post Foscarini auf der Milan Design Week 2025 appeared first on Foscarini.

]]>

Doppelte Veranstaltung mit Foscarini auf der Milan Design Week 2025: bei Euroluce in der Fiera Milano und in unserem Spazio Monforte Showroom.

Vom 8. bis 13. April 2025 kehrt Foscarini mit einer doppelt präsenten Teilnahme auf der Milan Design Week zurück: bei Euroluce in der Fiera Milano Rho (HALL 4, STAND C03 – C05) und beim Fuorisalone in unserem Spazio Monforte Showroom.
Zwei komplementäre Erlebnisse, kuratiert von Ferruccio Laviani, die auf unterschiedliche Weise Lichtinnovation durch kreative Installationen und neue Lampendesigns erforschen, die das Ergebnis von Kooperationen mit verschiedenen Designern sind – einigen, die bereits Teil unserer Reise sind, und anderen, die zum ersten Mal mit Foscarini zusammenarbeiten.

Unser Spazio Monforte Showroom wird ebenfalls die Installation „CAOS PERFETTO – Scratched Stories of Light“ des Künstlers Bennet Pimpinella sowie eine Ausstellung zum Editorial-Projekt „What’s in a lamp?“ beherbergen. Diese Initiative lädt internationale Künstler und Content Creator ein, in ihrem einzigartigen Stil die Gedanken, Empfindungen und Emotionen zu reinterpretieren, die durch die Lampen von Foscarini hervorgerufen werden.

Melden Sie sich hier an, um CAOS PERFETTO – Scratched Stories of Light, die Ausstellung „What’s in a lamp?“ zu besuchen und einen ersten Blick auf unsere neuen Projekte zu werfen.

Hier registrieren

The post Foscarini auf der Milan Design Week 2025 appeared first on Foscarini.

]]>